Beschreibung
Konzipiert für zyklische Hochgeschwindigkeits-E/A und den azyklischen Datenaustausch in CompactLogix- und MicroLogix-Architekturen ermöglicht das ProSoft PS69-DPM (PS69-DPM-PROFIBUS-DPV1-Mastermodul) eine direkte physikalische und elektrische Verarbeitung. Es befindet sich direkt im Rückwandbus des Controllers und arbeitet als Netzwerkschnittstelle im Baugruppenträger, um Feldgeräte ohne externe Hardware zur Protokollumsetzung zu verwalten.
Hardwarespezifikationen
| Parameter | Spezifikation |
|---|---|
| Modell | PS69-DPM |
| Marke | ProSoft Technology |
| Herkunft | Vereinigte Staaten |
| Gewicht | 0,31 lbs |
| Betriebstemperatur | 0 bis 60 °C |
| Lagertemperatur | -40 bis 85 °C |
| Relative Luftfeuchtigkeit | 5 % bis 95 % r. F. (nicht kondensierend) |
| Leistungsaufnahme | 260 mA bei 5 VDC (Stromaufnahme am Rückwandbus) |
| Protokollunterstützung | PROFIBUS-DPV0-Master, PROFIBUS-DPV1-Master |
| Unterstützte Slaves | Bis zu 125 insgesamt (32 pro Segment ohne Repeater) |
| Kapazität der Eingangsdaten | Max. 244 Bytes pro Slave; max. 408 Bytes insgesamt |
| Kapazität der Ausgangsdaten | Max. 480 Bytes insgesamt (einschließlich 16 Bytes Befehlsdaten) |
| Baudraten | 9,6 kbit/s bis 12 Mbit/s (automatisch erkannt/konfigurierbar) |
| Max. Kabellänge | 1200 m bei <=93,75 kbit/s; 100 m bei >=3 Mbit/s |
| Physikalische Schnittstelle | 9-poliger D-Shell-RS232-Diagnoseanschluss, DB9-PROFIBUS-Anschluss |
| Netzwerkimpedanz | 135 bis 165 Ohm |
Latenzen der Protokollumsetzung und Busstabilität
Das PS69-DPM verarbeitet die Synchronisierung der zyklischen Eingangs-/Ausgangspuffer direkt über DMA-Transfers am Rückwandbus, um kurze Latenzen bei der Reaktion auf CIP-Nachrichten zwischen dem Logix-Controller und den angeschlossenen Slave-Geräten sicherzustellen. Die integrierte Schicht-1-Schaltung ist für eine hohe Signalintegrität bei hohen Frequenzen ausgelegt und verfügt über enge Kapazitätstoleranzen (<30 pF/m) sowie eine interne Überspannungsentkopplung über die differenziellen RS485-Busleitungen, um die Ausbreitung von Gleichtaktstörungen bei PROFIBUS-Übertragungen mit bis zu 12 Mbit/s zu verhindern. Konfigurationsdaten, Slave-Netzwerktopologien und Busparameter werden direkt im nichtflüchtigen Flash-Speicher des Moduls abgelegt. Dadurch startet und arbeitet das Modul unmittelbar, ohne dass nach einem Aus- und Einschalten des Systems Firmware oder Parameter manuell neu geladen werden müssen.
Häufig gestellte Fragen
F: Wie verarbeitet das PS69-DPM Netzwerkdiagnosen und die Baudratensynchronisierung in einem Bus mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten?
A: Das Modul erkennt automatisch die vorkonfigurierten Master-Baudraten im Bereich von 9,6 kbit/s bis 12 Mbit/s und synchronisiert sich darauf. Echtzeit-Diagnosestatistiken – darunter Buszykluszeiten, Slave-Fehlerzähler und Token-Umlaufzeiten – werden in internen Statusregistern (88 Bytes azyklische Statusdaten) gespeichert und können kontinuierlich über standardmäßige CIP-Nachrichten der Kontaktplanlogik abgerufen werden.
F: Welche Regeln für physikalische Bussegmente müssen beim Anschluss von mehr als 32 PROFIBUS-Slave-Geräten an ein einzelnes Modul beachtet werden?
A: Der physikalische RS485-Treiber im PS69-DPM unterstützt bis zu 32 Last-Einheiten pro Bussegment. Um die maximale Modulkapazität von 125 Slave-Geräten zu erreichen, müssen zwischen den Segmenten RS485-Repeater installiert werden, damit die Anforderungen an die Signaltreibfähigkeit erfüllt und die Leitungsimpedanz im Bereich von 135 bis 165 Ohm gehalten wird.
Richtlinien für die Installation vor Ort
- Schalten Sie das Controller-Rack aus, bevor Sie das PS69-DPM-Modul in die CompactLogix- oder MicroLogix-Rückwandbaugruppe einsetzen oder daraus entfernen.
- Befestigen Sie das Modul mechanisch, indem Sie die DIN-Schienenverriegelung und die Befestigungsschrauben am Rückwandbus festziehen, um einen vollständigen Kontakt zur Gehäusemasse sicherzustellen.
- Schließen Sie das PROFIBUS-Netzwerksegment ab, indem Sie zugelassene DB9-Stecker mit integrierten, aktivierten Abschlusswiderständen am physischen Anfangs- und Endknoten des Busses verwenden.
- Führen Sie das PROFIBUS-Kabel durch separate Niederspannungs-Kabeltragsysteme und halten Sie einen physischen Mindestabstand von 200 mm zu Hochspannungs-AC-Leitungen oder Kabeln von Frequenzumrichtern ein.
- Verbinden Sie die Schirmdrähte des Kabels direkt mit dem Funktionserdungsblock nahe der Gehäuseeinführung, um zu verhindern, dass Erdschleifenstörungen Übertragungen mit hohen Baudraten beeinträchtigen.
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