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Die Überbrückung der Qualifikationslücke: Wie Rockwell und Toyota die Zukunft der Ausbildung in der Automobilfertigung gestalten

Bridging the Skills Gap: How Rockwell and Toyota Are Shaping the Future of Automotive Manufacturing Training

Die Lücke zwischen Mensch und Technologie in der modernen Automobilfertigung

Der Wandel hin zur digitalen, softwaredefinierten Automobilproduktion hat die Kluft zwischen der ingenieurwissenschaftlichen Ausbildung und den tatsächlichen Anforderungen auf dem Fabrikboden vergrößert. Als Automatisierungsingenieur sehe ich, wie moderne Anlagen heute ein integriertes Kompetenzprofil erfordern, das SPS-Logik, Netzwerktechnik, Datenanalyse und Cybersicherheit kombiniert – Fähigkeiten, die traditionelle Programme selten abdecken.

Rockwell Automation und Toyota Motor Manufacturing UK (TMUK) haben ein Trainingsmodell entwickelt, das speziell darauf ausgelegt ist, diese wachsende Kluft zu schließen.

Ein neuer Trainingsplan bei Toyota Burnaston

Die Burnaston Academy von Toyota verbindet zwei Jahre strukturierten Unterrichts mit zwei Jahren praktischer Arbeit auf dem Fabrikboden. Was das Programm besonders macht, ist das Engagement, Automatisierung mit  der gleichen Generation von Rockwell-Hardware und -Software zu lehren, die auch in realen Anlagen verwendet wird.

Aus meiner Erfahrung ist diese Philosophie entscheidend. Schulungen an veralteten Systemen lassen neue Ingenieure unvorbereitet auf die Komplexität und Digitalisierung, die sie am ersten Tag erwarten.

Warum echte Fabrikhardware unerlässlich ist

Stephen Heirene, Branchenberater für Transport und zukünftige Mobilität bei Rockwell Automation, betont, dass praktische Erfahrung unverzichtbar ist. Dem stimme ich voll zu – Automatisierung ist letztlich ein handwerklicher Beruf.
Das Verständnis von Verdrahtungsplänen, Feldbusverhalten, HMI-Logikfluss und Sicherheitskreisen erfordert echte taktile Interaktion.

Die Schulung an modernen SPS-Systemen vermittelt Ingenieuren die konzeptionelle Klarheit, die nötig ist, um sowohl neue Systeme zu verwalten als auch ältere zu warten.

Zukünftige Mobilität erweitert das Kompetenzspektrum

Heirenes Aufgabenbereich umfasst Elektrifizierung, Wasserstoffsysteme, autonome Technologien und neue Mobilitätsökosysteme. Mit der Expansion dieser Bereiche werden Ingenieurrollen zunehmend interdisziplinär.

Aus meiner Sicht müssen heutige Automatisierungsingenieure folgende Fähigkeiten kombinieren:

  • klassische Regelungstheorie

  • Netzwerkarchitektur-Kompetenz

  • Datenanalyse-Bewusstsein

  • Kenntnisse zur Einhaltung von Sicherheitsvorschriften

  • und softwarezentrierte Problemlösung

Das branchenspezifische Organisationsmodell von Rockwell stellt sicher, dass seine Teams mit diesen sich wandelnden technischen Anforderungen Schritt halten.

Ein skalierbares, multikanaliges Trainingsökosystem

Rockwell unterstützt die Weiterbildung durch ein robustes Framework:

  • Präsenzschulungen in Milton Keynes

  • virtuelle Learning+-Module (über 300 Pakete)

  • ferngesteuerte Kurse mit Ausbildern

  • Kompetenzbewertungen und Entwicklungspläne

  • Hardware-Trainingsanlagen

  • Emulate3D-Simulation mit Physik und VR

Aus meiner ingenieurtechnischen Sicht ist die Kombination aus echter Hardware und Emulation besonders wirkungsvoll. Simulation vermittelt Konzepte; Hardware schult Instinkt und angewandtes Urteilsvermögen.

Bewahrung von institutionellem Wissen, bevor es verloren geht

Das Modell von Toyota nutzt pensionierte Techniker als Ausbilder und Mentoren – eine entscheidende Strategie in einer Branche, die mit beschleunigtem Wissensverlust konfrontiert ist.
Rockwell ergänzt dies durch strukturierte, TÜV-zertifizierte Schulungen zur Maschinensicherheit und fortgeschrittene Kompetenzvalidierung.

Die Kombination aus erfahrenem Wissen und modernen digitalen Werkzeugen schafft Ingenieure, die Generationen von Technologie überbrücken können – eine Fähigkeit, die in Brownfield-Umgebungen zunehmend wichtig wird.

Netzwerktechnik: Die neue Schlüsselkompetenz

Moderne Fabriken funktionieren als vernetzte digitale Ökosysteme. SPS, HMIs, Sensoren, MES, PLM und ERP-Ebenen tauschen Daten über komplexe Netzwerke aus.
Das bedeutet, dass die Fähigkeit eines Ingenieurs, Probleme zu diagnostizieren, oft mehr vom Verständnis des  EtherNet/IP-Verkehrs, der VLAN-Segmentierung, des OPC UA-Verhaltens oder von Firewall-Regeln abhängt als von reiner Kontaktplan-Logik.

Ich stimme Heirenes Ansicht voll zu, dass Netzwerktechnik die zukünftige Entwicklung von Fähigkeiten dominieren wird. Sie wird zum Rückgrat jeder Smart Factory.

Unterschiedliche Unterstützung für Start-ups und etablierte Hersteller

Rockwell passt seinen Ansatz je nach Reifegrad des Herstellers an:

  • Start-ups benötigen umfassende Unterstützung – von der Netzwerkkonzeption bis zu MES, PLM, ERP und der Schaffung digitaler Threads.

  • Bestehende Anlagen brauchen hybride Schulungen, die Fähigkeiten für ältere Systeme und Technologien der nächsten Generation stärken.

Ingenieure, die heute in den Beruf einsteigen, müssen in beiden Welten versiert sein – eine doppelte Kompetenz, die Akademien wie Burnaston einzigartig fördern können.

Blick nach vorn: Schulung für ständige technologische Weiterentwicklung

Elektrifizierung, Batteriefertigung, autonome Systeme und KI-gesteuerte Fertigung werden die Automobilindustrie weiterhin verändern.
Die Ausbildung muss nicht nur aktuell bleiben, sondern auch zukünftige Anforderungen antizipieren.

Aus meiner beruflichen Sicht wird Anpassungsfähigkeit zur wertvollsten Ingenieurskompetenz. Die Ingenieure, die erfolgreich sind, werden diejenigen sein, die neue Werkzeuge, Systeme und digitale Arbeitsabläufe im Verlauf ihrer Karriere schnell aufnehmen können.

Das gemeinsame Trainingsmodell von Rockwell und Toyota bietet einen Leitfaden dafür, wie die Branche sich auf diesen kontinuierlichen Wandel vorbereiten kann.

Bridging the Skills Gap: How Rockwell and Toyota Are Shaping the Future of Automotive Manufacturing Training