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Optimierung der industriellen Energie: Ein Pilotprojekt in Rotterdam

Optimizing Industrial Energy: A Pilot Project in Rotterdam

Introduction

Der Hafen von Rotterdam arbeitet in Zusammenarbeit mit Yokogawa Electric Corporation an einem bahnbrechenden Pilotprojekt zur Steigerung der Energieeffizienz innerhalb seines Industrieclusters. Diese Initiative zielt darauf ab, die Nutzung verschiedener Versorgungsleistungen, einschließlich Strom, Wärme, Dampf, Wasser und Industriegase, unter den teilnehmenden Unternehmen und Netzbetreibern zu koordinieren und zu optimieren. Durch die Nutzung von Datenaustausch und einer Orchestrierungsplattform soll das Projekt erhebliche Kosteneinsparungen und betriebliche Effizienzsteigerungen erzielen.

The Power of Collaboration

Das Pilotprojekt umfasst bis zu sechs Unternehmen und zwei Netzbetreiber, die zusammenarbeiten, um den Energieverbrauch und -austausch zu optimieren. Ein wesentlicher Bestandteil dieser Zusammenarbeit ist der sichere Datenaustausch, der durch eine Cloud-Infrastruktur ermöglicht wird. Diese Daten werden dann verwendet, um eine Orchestrierungsplattform zu steuern, die es den Unternehmen ermöglicht, die Nutzung und den Austausch von Versorgungsleistungen zu koordinieren.

Commercial Valuation and Trading

Um faire und gerechte Transaktionen zu gewährleisten, wird das Projekt einen kommerziellen Bewertungsmechanismus integrieren. Die Handelsplattform des niederländischen Startups Distro Energy wird die Bewertung der Austausche zwischen Unternehmen und Energiemärkten erleichtern. Dies wird einen transparenten und effizienten Marktplatz für Energiegeschäfte schaffen.

A Promising Future

Eine Machbarkeitsstudie, die vom Hafen Rotterdam und Yokogawa Electric Corporation durchgeführt wurde, zeigte das Potenzial für erhebliche Kosteneinsparungen durch eine bessere Abstimmung der Versorgungsleistungen. Durch die Optimierung des Stromverbrauchs hinter dem Zähler und die Koordination der Dampferzeugung können Unternehmen die Spitzenlast reduzieren, Energieverschwendung verhindern und betriebliche Effizienz erreichen.

Overcoming Data Sharing Challenges

Der Hafen von Rotterdam mit seinem umfangreichen Industrieökosystem ist einzigartig positioniert, um ein solches gemeinsames Projekt zu ermöglichen. Allerdings war der Datenaustausch historisch gesehen eine große Hürde aufgrund von Bedenken hinsichtlich vertraulicher Informationen. Das Projekt "Starlings", benannt nach einem Vogelschwarm, der für seine koordinierte Bewegung bekannt ist, zielt darauf ab, diese Herausforderung durch die Nutzung einer sicheren Cloud-Datenflussinfrastruktur zu bewältigen.

The Pilot Project

Das 2-Millionen-Euro-Pilotprojekt soll Ende 2024 starten und ein Jahr lang laufen, um saisonale Schwankungen zu erfassen. Das Hauptziel des Projekts ist es, die Machbarkeit der Integration von Energiesystemen zu demonstrieren und deren potenzielle Vorteile zu bewerten.

Learning from Experience

Ein ähnliches Demonstrationsprojekt in Japan hat vielversprechende Ergebnisse gezeigt, wobei der Cluster als Ganzes besser abschnitt als einzelne Unternehmen. Während einige Unternehmen Einsparungen erzielten, hatten andere leicht erhöhte Kosten, was die Notwendigkeit eines Ausgleichsmechanismus hervorhebt.

Looking Ahead

Die Ergebnisse des Pilotprojekts in Rotterdam werden voraussichtlich Mitte 2025 vorliegen. Diese Ergebnisse werden die Gestaltung eines möglichen Folgeprojekts informieren, das den Umfang und die Größe der Integration von Energiesystemen im Hafen möglicherweise erweitern wird.

Conclusion

Die Zusammenarbeit des Hafens Rotterdam mit Yokogawa Electric Corporation markiert einen bedeutenden Schritt hin zu einer effizienteren und nachhaltigeren Energiezukunft. Durch die Nutzung von Datenaustausch, Orchestrierung und kommerzieller Bewertung hat dieses Pilotprojekt das Potenzial, die Art und Weise, wie Industrien arbeiten und mit Energiemärkten interagieren, zu verändern. Der Erfolg dieser Initiative könnte den Weg für eine breitere Einführung der Integration von Energiesystemen in anderen Regionen ebnen.