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Siemens SIGA: Wegweisende Industrieautomation für intelligentere Gewächshäuser

Siemens SIGA: Pioneering Industrial Automation for Smarter Greenhouses

Siemens beschleunigt die Digitalisierung von Gewächshäusern mit der neuen SIGA-Automatisierungsplattform

Da die globale Landwirtschaft unter zunehmendem Druck steht, Produktivität, Nachhaltigkeit und Ressourceneffizienz zu verbessern, gewinnt industrielle Automatisierung auch außerhalb traditioneller Fertigungsumgebungen immer mehr an Bedeutung. Siemens hat in diese Richtung einen bedeutenden Schritt unternommen, indem es seine SIGA (Solution for Industrial Greenhouse Automation) Plattform neu eingeführt hat – ein modernes Automatisierungsframework, das speziell für die Gewächshausgärtnerwirtschaft und kontrollierte Umweltlandwirtschaft (CEA) entwickelt wurde.

Industrielle Automatisierungsstandards in die moderne Landwirtschaft bringen

Die Gewächshausbranche hat sich in den letzten zehn Jahren rasant entwickelt. Erzeuger konzentrieren sich nicht mehr nur auf den Anbau von Pflanzen; sie müssen auch den Energieverbrauch, Arbeitskräftemangel, Wassereffizienz und Produktionskonsistenz managen. Diese Herausforderungen erfordern fortschrittlichere Automatisierungsstrategien.

Siemens will diesen Anforderungen begegnen, indem es jahrzehntelange Erfahrung in der industriellen Automatisierung nutzt und bewährte Technologien auf Gewächshausbetriebe anwendet. Die neue SIGA-Plattform vereint Prozesssteuerung, Datenmanagement und Systemintegration in einer einheitlichen Architektur, die intelligentere und widerstandsfähigere Produktionsumgebungen unterstützt.

Aus meiner Sicht als Ingenieur für industrielle Automatisierung stellt dieser Ansatz eine natürliche Weiterentwicklung der modernen Landwirtschaft dar. Gewächshäuser werden zunehmend zu hochentwickelten Produktionsanlagen, in denen datenbasierte Entscheidungsfindung genauso wichtig ist wie die Umweltsteuerung.

Offene Architektur schafft mehr Flexibilität

Einer der wichtigsten Vorteile von SIGA ist das Design mit offener Architektur. Traditionelle Gewächshausautomatisierungssysteme arbeiten oft als isolierte Umgebungen, was die Integration von Technologien Dritter erschwert und verteuert.

SIGA basiert auf offenen Industriestandards, die eine nahtlose Kommunikation zwischen Geräten verschiedener Anbieter ermöglichen. Diese Interoperabilität erlaubt es Erzeugern, Klimasysteme, Bewässerungssteuerungen, Beleuchtungslösungen, Sensoren und Analyseplattformen innerhalb eines gemeinsamen Rahmens zu verbinden.

Der Wert dieser Strategie kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Offene Ökosysteme fördern Innovationen, reduzieren die Abhängigkeit von einzelnen Anbietern und bieten Gewächshausbetreibern mehr Flexibilität bei der Erweiterung oder Modernisierung ihrer Anlagen.

Bewährte Industrietechnologien nutzen

Statt ein völlig neues Automatisierungsökosystem zu entwickeln, hat Siemens SIGA auf Technologien aufgebaut, die bereits in Branchen wie der Automobilfertigung, Prozessautomatisierung und kritischen Infrastrukturen weit verbreitet sind.

Die Plattform enthält vorkonfigurierte Funktionsbibliotheken, die Systemintegratoren eine schnellere Projektumsetzung ermöglichen. Ob Automatisierung in traditionellen Glashäusern, vertikalen Farmen oder landwirtschaftlichen Forschungseinrichtungen – Integratoren können standardisierte Module nutzen und gleichzeitig Lösungen flexibel an spezifische Betriebsanforderungen anpassen.

Dieser modulare Engineering-Ansatz verkürzt die Entwicklungszeit, senkt Projektrisiken und verbessert die Systemkonsistenz über mehrere Installationen hinweg.

Eine einheitliche Betriebsumgebung schaffen

Eine häufige Herausforderung in Gewächshausbetrieben ist das Vorhandensein mehrerer unabhängiger Automatisierungssysteme, die selten effektiv miteinander kommunizieren.

Klimamanagement, Aussaatprozesse, Erntemaschinen, Logistiksysteme und Verarbeitungsabläufe arbeiten oft getrennt, was Informationssilos schafft und die Betriebstransparenz einschränkt.

SIGA löst dieses Problem, indem es Daten- und Steuerungsfunktionen in einer zentralen Plattform zusammenführt. Betreiber können Umweltbedingungen, Geräteleistung, Produktionskennzahlen und Energieverbrauch über eine einzige Schnittstelle überwachen.

Praktisch ermöglicht diese einheitliche Übersicht schnellere Fehlerbehebung, genauere Leistungsanalysen und fundiertere Betriebsentscheidungen.

Edge Computing und KI erweitern die Betriebskompetenz

Die Integration von Edge-Computing-Fähigkeiten steigert den Wert der SIGA-Plattform zusätzlich. Daten, die von Steuerungen und Feldgeräten erzeugt werden, können lokal gesammelt, effizient verarbeitet und für erweiterte Analysen an übergeordnete Anwendungen weitergeleitet werden.

Über das Siemens Xcelerator-Ökosystem erhalten Erzeuger Zugang zu spezialisierten digitalen Anwendungen wie:

  • Energieoptimierungslösungen

  • KI-gestütztes Betriebsmanagement

  • Intelligente LED-Beleuchtungssteuerung

  • Überwachung der Wasserqualität und Hygiene

  • Werkzeuge für vorausschauende Wartung

Diese Technologien heben die Gewächshausautomatisierung über grundlegende Steuerungsfunktionen hinaus und ermöglichen eine intelligente Betriebsoptimierung.

Cybersicherheit und Systemresilienz werden unverzichtbar

Da landwirtschaftliche Betriebe zunehmend vernetzt sind, darf Cybersicherheit nicht mehr als optionale Überlegung behandelt werden.

Eine der stärksten Eigenschaften der SIGA-Plattform ist ihr Fokus auf industrielle Cybersicherheit und betriebliche Resilienz. Das System integriert Security-by-Design-Prinzipien, die mit den aktuellen digitalen Sicherheitsanforderungen und modernen Cyber-Resilienz-Rahmenwerken übereinstimmen.

Zusätzlich können Redundanzfunktionen in die Systemarchitektur eingebaut werden, um sicherzustellen, dass kritische Gewächshausfunktionen auch bei Hardwareausfällen weiterlaufen.

Dieses Maß an Zuverlässigkeit ist besonders wichtig für Anlagen, die hochwertige Kulturen produzieren, bei denen selbst kurze Unterbrechungen erhebliche finanzielle Verluste verursachen können.

Ein praktischer Weg zur digitalen Transformation

Eine der attraktivsten Eigenschaften von SIGA ist vielleicht seine Skalierbarkeit. Viele Erzeuger zögern mit der digitalen Transformation, weil sie annehmen, dass dafür eine vollständige Erneuerung der Infrastruktur nötig ist.

Siemens verfolgt eine praktischere Strategie. Gewächshausbetreiber können SIGA schrittweise implementieren, vorhandene Geräte integrieren und Automatisierungs- sowie Digitalkapazitäten nach und nach erweitern.

Dieser gestufte Ansatz reduziert Investitionsrisiken und ermöglicht es Organisationen, messbare Vorteile zu erzielen, bevor sie sich zu größeren Implementierungen verpflichten.

Meine Sicht: Landwirtschaft wird zur nächsten großen Automatisierungsgrenze

Die Einführung von SIGA unterstreicht einen breiteren Branchentrend: Die Landwirtschaft entwickelt sich schnell zu einer der wichtigsten Fronten für industrielle Automatisierung.

Die gleichen Technologien, die die Fertigung revolutioniert haben – standardisierte Steuerungssysteme, industrielle Netzwerke, Datenanalysen, Edge Computing, KI und Cybersicherheit – werden nun an die Lebensmittelproduktionsumgebungen angepasst.

Meiner Ansicht nach werden zukünftige Wettbewerbsvorteile in der Gewächshausgärtnerwirtschaft zunehmend davon abhängen, wie effektiv Erzeuger Betriebsdaten erfassen, analysieren und nutzen können. Plattformen wie SIGA bilden die Grundlage für diese Transformation, indem sie Geräte, Prozesse und Menschen in einem einzigen digitalen Ökosystem verbinden.

Angesichts des wachsenden globalen Nahrungsmittelbedarfs wird die Integration von industrieller Automatisierung und Landwirtschaft eine entscheidende Rolle dabei spielen, nachhaltigere, effizientere und widerstandsfähigere Lebensmittelsysteme zu ermöglichen.

Siemens SIGA: Pionierarbeit in der industriellen Automatisierung für intelligentere Gewächshäuser